Versatz der Dielen – Wild oder gleichmäßig?
Damit Dein Bodenbelag möglichst stabil ist, müssen die Dielen Deines Laminatbodens von Reihe zu Reihe einen Versatz aufweisen. Die meisten Hersteller schreiben einen Mindestversatz vor. Als Richtwert gilt: Bei einem Dielenformat sollten mindestens 30 cm Versatz eingehalten werden, bei kleineren Formaten (z.B. Fliesenformat) mindestens 1/4-1/3 der Länge eines Stückes. Genauere Informationen zum Mindestversatz liefert die Anleitung des Herstellers.
Der Mindestversatz ist zwar vorgeschrieben, doch Du entscheidest, ob Du einen gleichmäßigen oder ungleichmäßigen Versatz bevorzugst. Letzteren nennt man häufig auch einen wilden Verband.
Bei Laminat ist der wilde Verband einem gleichmäßigen Versatz meist vorzuziehen. Hierbei verwendest Du das Reststück der letzten Reihe als Anfangsstück der nächsten Reihe. Wenn das Reststück zu klein ist und der Mindestversatz somit nicht eingehalten wird, muss es verworfen werden. Beim wilden Verband entsteht also kein gezieltes Muster. Das unregelmäßige Muster ergibt optisch jedoch eine gleichmäßige Fläche und vermeidet außerdem den Verschnitt von Material.
Der regelmäßige Verband ist bei Laminat eher unüblich. Hier liegen die Stirnseiten immer im genau gleichen Versatz zueinander, also immer abwechselnd auf genau gleicher Höhe. So entsteht eine Fugenstruktur, die sich nur für Laminat in Fliesenoptik oder mit V-Fuge gut eignet.