2.3 Webseitenstruktur: von sprechenden URLs und hilfreichen Silos
Nicht nur Menschen sollen sich auf Ihren Seiten zurechtfinden, auch Suchmaschinen schätzen Übersichtlichkeit. Die Programme richten sich allerdings nicht nach den für Menschen wichtigen Überschriften, Listen und Co. Die Crawler indexieren Ihre Seite am besten, wenn diese eine logische Architektur besitzt – das erfreut dann auch wieder die Nutzer.
Tipps für eine logische Webseiten-Architektur
In fast allen Fällen ist eine hierarchische Ordnung der Inhalte am besten. Das heißt: Ausgehend vom Kernthema zweigen die verschiedenen Unternehmen ab.
Strukturell realisieren Sie das, indem Sie eine Hauptseite gestalten. Von dort aus gelangen Interessenten in die nächste Ebene. Hier finden sich die Hauptkategorien. Davon zweigen Unterkategorien ab, die wiederum eine eigene Hierarchiestufe darstellen. Spezielle Leistungen und Angebote folgen dann in einer weiteren Ebene. Ein logischer Aufbau nach dieser Struktur erleichtert zugleich die Navigation, was Ihre Kunden sicher zu schätzen wissen.
Darüber hinaus gibt es weitere Details, mit denen Sie die Architektur der Seiten optimieren können:
- Klicktiefe
- Struktur der URL
- Siloing
1. Klicktiefe: weniger Klicks, mehr Effizienz
Die Klicktiefe ist ein Maß dafür, wie häufig Besucher Ihrer Webseite klicken müssen, um zu wichtigen Informationen gelangen. Eine Regel besagt, dass diese höchstens drei Klicks von der Startseite entfernt sein sollten.
Der Nutzen für Webseitenbesucher liegt auf der Hand: Gesuchte Informationen werden schnell gefunden. Eine intuitive Navigation stellt zudem sicher, dass keiner entnervt aufgibt. Aber auch für das SEO ist die niedrige Klicktiefe wichtig, denn sie dient laut Google zur Beurteilung Ihrer Webseite.
Daher gilt: Stellen Sie sicher, dass alle relevanten Unterseiten einfach zu finden und schnell zu erreichen sind.
2. URL: übersichtlich und erklärend
Kryptische URLs sind definitiv etwas aus der Vergangenheit. Heute möchten Nutzer anhand der Adresszeile sehen, in welcher Kategorie oder bei welchem Produkt sie sich gerade befinden. Daher sollten URLs verständlich und lesbar sein. SEO-Experten nutzen dafür gerne das Bild der sprechenden URL. Sie geben nicht nur Orientierung, wo sich Nutzer gerade befinden, sie helfen auch dabei, die Struktur der Webseite zu verstehen.
Tipps für eine sinnvolle URL-Struktur
URLs sind für Suchmaschinen und Webseitenbesucher interessant und relevant. Folglich sollten sie so gestaltet sein, dass sie für Mensch und Maschine einfach zu lesen sind. Dabei helfen Ihnen die folgenden Tipps weiter.
- So kurz wie möglich: Die URL sollte aussagekräftig sein. Schlüsselbegriffe sind wichtig, Füllwörter hingegen verzichtbar.
- Keywords: Bringen Sie die wichtigsten Schlagworte in der URL unter.
- Sonderzeichen verwirren: Umlaute oder Sonderzeichen machen die URL schwer zu lesen, sie sollten vermieden werden.
- Keine Endloswörter: Nutzen Sie Bindestriche, um Leerzeichen zu ersetzen.
- Keine IDs: Parameter und IDs sind für Leser verwirrend und ohne Aussagekraft.
- Kleinschreiben: Großbuchstaben gelten als unübersichtlich, sie sind für die URL nicht notwendig.
Wenn Sie diese Tipps beherzigen, gelingt es Ihnen, sprechende URLs zu erstellen. Das hilft Besuchern ihrer Webseite genauso weiter wie den Crawlern.